|
Content of the Course:
|
Mobile Commerce (M-Commerce) werden Erfolge prophezeit, die verschiedentlich an die frühe Phase der E-Commerce-Euphorie erinnern. Sinn dieser Veranstaltung ist, als Einstieg in das neue Gebiet "M-Commerce" einen Überblick über die nach gegenwärtigem Erkenntnisstand bestimmenden Faktoren von M-Commerce zu geben und Anhaltspunkte für den Erfolg von M-Commerce-Szenarien zu finden. M-Commerce wird betrachtet als die Nutzung mobiler persönlicher Geräte und Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten für Anwendungen und Geschäftsfelder, die möglicherweise mobil sind. Erfolgsfaktoren sind mindestens:
* Infrastrukturen, z.B. in Kommunikationstechnik, Marketing und Vertrieb;
* Mobile Plattformen, etwa Handies, PDAs, Chipkarten und Kombinationen daraus;
* Anwendungen, etwa Mobile Payment und Mobile Access;
* Konsortien, etwa aus Telekommunikationsunternehmen, Internetanbietern und Betreibern von Zahlungssystemen.
Das Seminar soll je nach bereits verfügbarer Infrastruktur aus Vorträgen, Beispielimplementierungen und Fallstudien bestehen. Thematisch sind technische Grundlagen wie GSM, UMTS und WAP vorgesehen, als Fallstudien u. a. Paybox, bango.net und Web-SIM. Speziell bei Implementierungen sind kreative Vorschläge der Teilnehmer erwünscht.
|
|
Agenda:
|
Thema Nr. 1 Warum migrieren Netze von GSM auf UMTS ?
Nach den milliardenschweren Investitionen der Netzbetreiber in die durch die Regulierungsbehörde versteigerten UMTS-Lizenzen erfolgt nun der physische Aufbau der UMTS-Netze. Ziel dieses Themas ist die Identifikation möglicher Gründe für diesen Technologiewechsel. Es gilt, im Besonderen Fragen zu beantworten: Was sind die wesentlichen Probleme bei GSM ? Welche Probleme tauchen bei der Migration auf und wie sind sie zu bewerten ?
Teilnehmer:
Markus Grimm
Holger Volkwein
Dirk Heinrichsohn
Literatur:
* Hannes Federrath: Protection in Mobile Communications. in: Günter Müller, Kai Rannenberg (Ed.): Multilateral Security in Communications, Addison-Wesley-Longman 1999, 349-364
* Stefan Pütz, Roland Schmitz, Tobias Martin: On the security of the UMTS system S. 87-106 in Dirk Fox, Marit Köhntopp, Andreas Pfitzmann "Verlässliche IT-Systeme 2001 - Sicherheit in komplexen IT-Infrastrukturen, Vieweg Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-528-05782-3
* Jochen Schiller: Mobilkommunikation, München 2000, S.141-182, S. 191-199
Thema Nr. 2 Netze der 3. Generation
Ziel dieses Referates ist es, einen aktuellen Überblick über die wesentlichen Entwicklungen bei Netzen der 3. Generation zu geben. Beispielhafte Fragen lauten: Wie sehen jetzt vermarktete 3G-Netze im Vergleich zu den 3G-Visionen von vor 3 Jahren aus? Was wird aus den Visionen werden? Ist absehbar, wie die Visionen in folgenden Technik-Generationen vorkommen werden?
Literatur:
* GSM Association: 3GSM's world without wires www.gsmworld.com
* Steimer, F; Maier, I; Sinner, Mike: mCommerce, München 2001, S. 75-84
* Schiller, Jochen: Mobilkommunikation, München 2000, S. 191-199
Teilnehmer:
Christian Losleben
Steffen Berürftig
Wang XingYu
Thema Nr. 3 GPRS - Anspruch und Wirklichkeit
GPRS (General Packet Radio Service) ist ein seit wenigen Monaten verfügbares Verfahren, um Daten im Mobilfunknetz schneller übertragen zu können. Seit der Einführung von GPRS wird erstmals die Abrechnung über Datenvolumen (anstatt über Verbindungsdauer) ermöglicht. Im Rahmen dieser Arbeit soll GPRS mit anderen heute verfügbaren und somit konkurrierenden Übertragungsstandards verglichen werden. Interessante Fragen in diesem Zusammenhang sind: Was ist neu an GPRS? In welchem Verhältnis stehen Leistungsmerkmale(Geschwindigkeit) und Kostenaspekte im Vergleich bspw. zu HSCSD?
Teilnehmer:
Latifa Yakhlonfi
Anica Bodrozic
Literatur:
* Schiller, Jochen: Mobilkommunikation, München 2000, S. 175-182
Thema Nr. 4 WAP/WML - eine realistische Einschätzung auf Basis bisheriger Erfahrungen
WAP/WML haben nicht alle Erwartungen erfüllen können, die bei der Einführung dieser Standards vorherrschten. Die Arbeit soll mögliche Gründe hierfür zusammentragen. Beispiele können sein: -Sprachumfang WML im Vergleich zu HTML -Mangelnde Umsetzung der WML-Spec durch die Endgeräte -Ergonomische Eignung der WAP-Endgeräte Zur Motivation sollen geeignete Zugriffsstatistiken bezüglich HTML und WML-Angeboten (derselben) Provider verglichen werden.
Teilnehmer:
Eugen Otto
Cam-Minh Luu
Literatur: * Singhal, Sanseep, et al.: WAP - The Wireless Application Protocol, Boston 2001, p. 67-84. * Brosius, Felix: WML - die Wireless Markup Language, München 2000, S.11-15 * wapforum.org
Thema Nr. 5 SIM AT - eine realistische Einschaetzung auf der Basis des Standards
SIM AT Phase 2 ist ein noch relativ neuer Standrad für die Interaktion zwischen SIM und Handy. Sie erlaubt der SIM, das Handy anzusteuern und selbst in einfachen Handies flexible Funktionen zu etablieren. -Vorstellung der relevanten Eigenschaften des SIM AT -Vorstellung eines Beispiels -Künftige Anwendungsmöglichkeiten
Teilnehmer:
Johannes Piltz
Marco Preiss
Michael Knaf
Literatur:
* GSM Spec SIM-AT [11.14] Digital cellular telecommunications system (Phase 2+) (GSM);Specification of the SIM Application Toolkit for the Subscriber Identity Module - Mobile Equipment (SIM - ME) interface (GSM 11.14 version 8.3.0 Release 1999) from www.etsi.org
Achten Sie auf die Versionsnr. und nehmen Sie keine aeltere Version !
* Steimer, F; Maier, I; Sinner, Mike: mCommerce, München 2001, S. 84-85
Thema Nr. 6 Anwendungsbeispiel bango.net
Die Verfügbarkeit kurzer und einprägsamer URLs ist heute weitgehend erschöpft. Zunehmende URL-Längen lassen sich heute als einen der Hinderungsgründe für die Akzeptanz von M-Commerce Anwendungen identifizieren. Wie lassen sich ergonomische Schwächen mobiler Endgeräte am Beispiel von bango.net abbauen?
Teilnehmer:
Anja Heitmann
Ludwig Liptak
Literatur:
* www.bango.net]
Thema Nr. 7 Sicherheit in Mobilnetzen
Wichtiger Erfolgsfaktor mobiler Anwendungen ist das Vertrauen der Nutzer in die Sicherheit der verwendeten Systeme. Fragen: Welche sicherheitsrelevanten Fragen stellen sich insbesondere in Mobilnetzen ? Welche Sicherheitsdienste kommen bei Mobilnetzen zum Einsatz ? In wie weit unterscheiden sich diese Mechanismen von denen im Web ?
Teilnehmer:
Jun Zheng
Literatur:
* Hannes Federrath: Protection in Mobile Communications. in: Günter Müller, Kai Rannenberg (Ed.): Multilateral Security in Communications, Addison-Wesley-Longman 1999, 349-364
* Hannes Federrath: Sicherheit mobiler Kommunikation. DuD Fachbeiträge, Vieweg, Wiesbaden 1999. ISBN 3-528-05695-9 Mehr auf http://www.inf.tu-dresden.de/~hf2/publ/#mob
* Stefan Pütz, Roland Schmitz, Tobias Martin: On the security of the UMTS system S. 87-106 in Dirk Fox, Marit Köhntopp, Andreas Pfitzmann "Verlässliche IT-Systeme 2001 - Sicherheit in komplexen IT-Infrastrukturen Vieweg Verlag, Wiesbaden 2001, ISBN 3-528-05782-3
* Joachim Posegga and Simon Vetter: Wireless Internet Security (in German), submitted to "Informatik Spektrum", to appear 2001 http://www.teco.edu/~posegga/publ.html
* Stallings, William: Sicherheit im Internet - Anwendungen & Standards, München 2001, S.25-27 ] [Forta, Ben: WAP, WML und WMLScript, München 2001, S. 309-342
Thema Nr. 8 Die Zukunft von Zahlungssystemen: Ueberlebt Paybox&Co?
Ziel dieses Themas ist die kritische Gegenüberstellung verschiedenster Zahlungsverfahren im Hinblick auf die Nutzerakzeptanz in Deutschland. An Hand des Beispiels Paybox soll herausgearbeitet werden, welche Faktoren den Erfolg der einzelnen Lösungen beeinflussen und welches die größten Hindernisse aus aktueller Sicht darstellen.
Teilnehmer:
Arne Scheider
Daniel Zimmermann
Ye Yu
Literatur (vorläufig):
* www.paybox.de
* www.streetcash.de
|